Schwermetalle im Trinkwasser

Schwermetalle im braunen Wasser

Neben braunem Wasser werden häufig auch andere Verunreinigung im Leitungswasser festgestellt. Schwermetalle können durch Rohrleitungen und Armaturen in das Wasser gelangen. Bestehen Teile der Hausinstallation aus Metall können sich die Konzentrationen von Eisen, Blei, Nickel, Kupfer im Leitungswasser erhöhen. Dies trifft insbesondere auf Stagnationswasser zu. Steht das Wasser über einen langen Zeitraum in den Leitungen, gilt das Wasser häufig nicht mehr als einwandfrei. Hier raten Experten, dass über 4 Stunden gestandenes Wasser nicht mehr direkt konsumiert werden sollte. Durch eine Analyse auf die Schwermetalle (Rohrleitungsparameter) im Wasser, können Sie erkennen, ob die Grenzwerte eingehalten oder überschritten werden. Zusätzlich wird die Konzentration der gemessenen Parameter erfasst. Braunes Wasser kann bereits für das Auge einen sichtbaren Hinweis liefern, dass Verunreinigungen im Leitungswasser vorkommen. Häufig bleiben diese aber nicht sichtbar und werden dann ungesehen konsumiert. Im folgenden können Sie mehr zu den einzelnen Schwermetallen erfahren.

Aluminium

Braunes Wasser Aluminium


Aluminium kommt häufig nur in schwerlöslichen Verbindungen vor, daher sind hohe Konzentrationen an Aluminium im Rohwasser nicht zu erwarten. Allerdings kann Aluminium über Flockungsmittel ins Wasser gelangen. Diese Mittel werden eingesetzt, um unschöne Trübungen im Trinkwasser zu entfernen. Neben diversen Stoffen, die Aluminium eintragen können, kann auch Aluminiumgeschirr das Wasser belasten. Aluminium gilt als kaum toxisch, kann aber in Kontrast zu Calcium die Knochenstruktur nachteilig beeinflussen.

Blei

Braunes Wasser Blei


Blei kann sich in den Leitungen (Hausinstallation) erhöhen. Durch Bleileitungen, die heute nicht mehr verlegt werden, aber immer noch in Altbauten, dem Leitungsnetz oder der Installation zu finden sind, kann die Konzentration von Blei über den Grenzwert gelangen. Eine Überschreitung des Grenzwertes kann in nahezu allen Fällen auf vorhandene Bleileitungen zurückgeführt werden. Mit dem Ende vom Jahr 2013 wird der Grenzwert bei 0,010 mg/l liegen. Die Anpassungen wurden gerade auch aus gesundheitlichen Vorsichtsmaßnahmen getroffen, denn Säuglinge und Kinder können in ihrer geistigen Entwicklung gefährdet sein. Bleileitungen können Sie anhand der grauen Färbung, des Klangs oder seiner biegbaren Eigenschaft erkennen. Eine Analyse kann die Bleikonzentration im Wasser messen und darstellen, ob der Grenzwert der Trinkwasserverordnung eingehalten wird.

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Chrom

Braunes Wasser Chrom


Elementares Chrom wird häufig als Überzug bei Armaturen verwendet oder bei Legierungen (rostfreier Stahl). Diese Form ist in der Regel unschädlich. Eine Gefahr geht aber z.B. von Chrom VI aus. Dieser Stoff gilt als krebserregend und kann Allergien und Veränderungen der Haut auslösen. Diese Form gelangt im Grunde nicht in das Trinkwasser. Doch schon sehr geringe Mengen reichen aus, um ein Gesundheitsrisiko darzustellen. Eine Analyse erfasst die Konzentration vom gesamten Chrom im Wasser und stellt den gemessenen Wert der gesetzlichen Vorschrift gegenüber (Grenzwert Chrom).

Eisen

Braunes Wasser Eisen


Hauptverantwortlich für braunes Wasser ist Eisen. Beeinträchtigungen bei Geschmack, Geruch und der Optik sorgen dafür, dass der Eisenkonzentration niedrig gehalten werden soll. Die braune Färbung tritt dann auf, wenn Eisen z.T. als Rost ausfällt. Rostiges Wasser ist die Folge. Eisen im Trinkwasser kann zu Ablagerungen in Leitungen, technischen Anlagen und auch bei Fliesen und anderer Badkeramik führen. Im Teich kann es das Wohlbefinden der Fische beeinträchtigen. Im Wasserversorger-Bereich wird durch regelmäßiges Messen und Enteisenung in der Regel dafür gesorgt, dass der Eisengehalt den Anforderungen der Trinkwasserverordnung nachkommt, doch die meisten Verunreinigungen werden dann in privaten Haushalten festgestellt. Eine Analyse auf Eisen kann die Belastung im Leitungswasser überprüfen. Besonders bei braunem Wasser kann ein Test wichtige Erkenntnisse bringen.

Kupfer

Braunes Wasser Kupfer


Kupfer weist durch seine Eigenschaften Vorteile im Rohrleitungsbau auf und setzt sich neben der Verwendung im Warmwasserbereich auch im Kaltwasserbereich zunehmend durch. Insbesondere aber für Kleinkinder kann Kupfer gefährliche Auswirkungen haben und ist in hohen Konzentration gesundheitsschädlich. Der Grenzwert liegt bei 2 mg/l.

Nickel

Braunes Wasser Nickel


Nickel kann aus Armaturen in das Trinkwasser gelangen. Im Inneren der Armatur befindet sich häufig meist nur eine dünne Nickelschicht, von der eine Belastung herrühren kann. Ähnlich wie bei braunen Wasser, kann die Maßnahme, dass Wasser ablaufen zu lassen, helfen. Nickel kann sich ungesehen im Trinkwasser befinden. Eine Analyse kann die Menge von Nickel im Trinkwasser messen.

Zink

Braunes Wasser Zink


Zink kann sich in der Hausinstallation erhöhen. Durch feuerverzinkte Stahlrohre, die in den Installationen verbaut sind, kann Zink in das Trinkwasser gelangen. Zink stellt für den Menschen kaum eine Gefahr da, da es nur gering toxisch ist. Doch enthalten aufgebrachte Zinkschichten auch Blei. Dies kann dann problematisch sein, wenn die Zinkphase nach einigen Jahren aufgebraucht ist. Dies kann Spuren von Blei und Cadmium freisetzen.

Uran

Braunes Wasser Uran


Der Grenzwert für Uran wurde nicht aus Gründen hinsichtlich der Radioaktivität festgelegt, sondern aus der Toxizität als Schwermetall. Nierenschäden können beispielsweise die Folge einer zu hohen Konzentration im Trinkwasser sein, wenn das Wasser konsumiert wird. Insbesondere Säuglinge und Kleinkinder sind gefährdet. Uran kann geogen bedingt in unterschiedlich hohen Gehalten auftreten. Durch Mineralien und bestimmte Gesteine, die Uran enthalten, kann Uran in das Grund- und schließlich ins Trinkwasser gelangen. Auch durch Phosphatdünger kann Uran in die Umwelt gebracht werden. Insbesondere in gebirgigen Regionen hilft eine Urananalyse, um die Konzentration zu erfassen.