Rost im Wasser

Rost in der Wasserleitung durch Eisen

Rost Wasser TrinkwasserTritt im heimischen Wassersystem braunes Wasser auf, fällt der Verdacht zuerst auf Rost. Rostiges Wasser ist unschön und beeinträchtigt den menschlichen Gebrauch. Rostwasser kann auch ein Hinweis geben, dass Probleme in der eigenen Wasserleitung bestehen.

Als Rost werden die Oxide von Eisen bezeichnet, die schließlich ein Korrosionsprodukt sind und das Wasser braun verfärben können. Auch Mangan kann zur Verfärbung des Wassers beitragen. Hauptverantwortlich für rostiges Wasser im Zusammenhang mit dem Trinkwasser aus der Leitung ist zumeist jedoch Eisen (und Stahl). Rost am Wasserhahn (im Strahlregler-Sieb) kann einen Hinweis darauf geben, dass die Leitungen aus Stahl sind [1].

Rostiges Wasser durch Mängel des Materials

Die Trinkwasserinstallation sollte regelmäßig gewartet werden. Fällt die Wartung aus, kann auf Dauer die Trinkwasserqualität nicht aufrecht erhalten werden. Durch Rost (und auch Kalk) können Schäden hervortreten, die z.B. an defekten Lötstellen über einen langen Zeitraum unentdeckt bleiben².

Um Rost im Wasser zu vermeiden oder die Ursachen von Rostwasser zu finden, hilft es das Material der Wasserleitung zu überprüfen. Nichtrostender Stahl (Edelstahl) kann man an seiner mattgrauen Farbe erkennen, die häufig schwach glänzend ist. Edelstahl kann als Material bezüglich Trinkwässer eingesetzt werden²  Nichtrostende Stähle sind i.d.R. für alle Bestandteile der Installation (Leitung, Armatur, Pumpen, Verbindungsstücke) geeignet³. Blei oder verzinkter Stahl darf beispielsweise nicht bei allen Trinkwässern eingesetzt werden.

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Vorlauf auch bei rostiger Trinkwasserinstallation

Rostiges WasserBei alten Wasserleitungen aus feuerverzinkten Stahl kann bei stagnierenden Trinkwasser braunes Wasser (Rost) aus dem Wasserhahn austreten². Es können sich auch Schwermetalle aus der Rostschicht im Wasser ansammeln. Daher wird bei Wasser, welches länger als 4 Stunden in den Leitungen steht, dazu geraten, ausreichend Kaltwasser vorlaufen zu lassen. Bei Verdacht (der sich auch durch rostiges Wasser begründet) kann eine Analyse auf Rohrleitungsmaterialen Hinweise auf mögliche Belastungen bringen.

Tritt ständig Rost aus dem Wasser ist es meist eine zu große finanzielle Belastung die Wasserleitung auszutauschen, die für den Rost verantwortlich ist. Als Alternative gibt es chemische Mittel, die eine schützende Deckschicht durch Dosiergeräte in den Rohren aufbringen können, damit der Rost im Trinkwasser eingedämmt werden kann [4].
Um braunes Wasser auf die Spur zu kommen und die Ursache in Eisen ausmachen zu können, hilft eine Wasseranalyse auf chemische Parameter. Durch die Ergebniswerte kann beispielsweise erkannt werden, ob Eisen in einer erhöhten Konzentration im Trinkwasser vorliegt.

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Referenzen:
(1)    Stadtwerke Augsburg: Alte Rohre – Schlechtes Wasser?
(2)    Umwelt Bundes Amt: Trink was – Trinkwasser aus dem Hahn. Gesundheitliche Aspkete der Trinkwasser-Installation
(3)    Umwelt Bundes Amt: Liste der trinkwasserhygienisch geeigneten metallenen Werkstoffe
(4)    Landkreis Karlsruhe: Was tun bei Rost im Trinkwasser?